Ich bin mir nicht sicher, aber sicher ist: Ich revidiere meine „Liebe vergeht – Hektar besteht“ Aussage von Sonntag.
Nein, Liebe kann man es noch nicht nennen, aber ich fühle wirklich ein sehr starkes Gefühl in der Herzregion. Allerdings kann ich mich noch nicht ganz entscheiden, für wen mein Herz wirklich schlägt.
Definitiv in der engeren Auswahl sind Martin, Lämmes und Marcel. Warum diese drei? Das erläutere ich euch gerne.
Martin ist einfach einmalig, so unverbraucht.
Denn der smarte Martin hat leider noch nie die Liebe kennengelernt, das an sich ist wirklich schon sehr traurig. Dabei hat er doch eigentlich super Chancen bei dem Beruf. De Maddin ist nämlich Gemüsebauer, da sollten die Frauen doch Schlange stehen, oder nicht? Was läuft da bloß verkehrt? Ich würde mich von so etwas nicht abschrecken lassen. Ich persönlich liebe Gemüse und diese unglaublich, fast schon kindlich, schüchterne Art von Martin hat mich tief beeindruckt. Beim Scheunenfest zeigte er eine ganz andere Seite: Er schaute zwar ziemlich verschüchtert auf den Boden, als er zwischen seinen Grazien saß…. Aber den Prosecco haute er weg, wie eine Mädchenrunde beim Germany’s Next Topmodel (mag ich übrigens nicht so gern) schauen. Danach wurde er auch etwas offener und lächelte öfter mal in die Kamera, mein kleiner Hasenzahn. Ihr merkt schon, der kleine Schwabe hat es mir wirklich sehr angetan.
Aber die Konkurrenz schläft ja bekanntlich nicht bzw. mit jedem. Da hätten wir dann den Lämmes. Lämmes ist Schäfer, laut RTL sogar „der ehrliche Schäfer“… so isser der Lämmes.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Optisch fand ich ihn nicht so erotisch, aber er hat mal richtig Schwung in die Bude gebracht. Erst entschied der ehrliche Lämmes sich nämlich für die heiße Sekretärin Anne, doch dann das unvorstellbare: Beim anschließenden Festchen, flirtet Lämmes auf einmal ordentlich mit der Fleischwaren-Kauffrau Moni. Wenn das mal nicht Berechnung ist??? Moni soll bestimmt die Lämmer für Lämmes verscheuern - was für eine linke Tour! Mein Herz schlägt also weiterhin für den kleinen Schwaben Maddin, Schwerenöter wie Lämmes würden bei mir nicht auf den Hof kommen.
Zum Glück gibt’s aber noch einen Kandidaten der Extraklasse, nämlich den Marcel. Marcel ist einer der ersten, der irgendwie keinen Spitznamen abgekommen hat bzw. Spitzname ist falsch ausgedrückt – der Marcel hat kein Adjektiv vor dem Namen. Nix mit modischem Marcel. Bei ihm hieß es lediglich „Hesse Marcel“ oder „Naturbursche Marcel“, langweilig irgendwie. Dafür hat Hesse Marcel mich anders beeindruckt: Der liebe Marcel hatte nämlich die Bilder seiner Auserwählten dabei, um sich Tag und Nacht am Anblick der Mädels zu erfreuen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Meine Damen, ihr seht also, es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Bis dahin versuch ich mein Glück einfach weiter und stelle mich wie der ältere Bauer Gerhard vor:
Hallo, freut mich sie kennenzulernen…meine Frage ist, wie stehen sie zu der Landwirtschaft?
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