Mittwoch, 27. Oktober 2010

Kann man es schon Liebe nennen?


Ich bin mir nicht sicher, aber sicher ist: Ich revidiere meine „Liebe vergeht – Hektar besteht“ Aussage von Sonntag.
Nein, Liebe kann man es noch nicht nennen, aber ich fühle wirklich ein sehr starkes Gefühl in der Herzregion. Allerdings kann ich mich noch nicht ganz entscheiden, für wen mein Herz wirklich schlägt.
Definitiv in der engeren Auswahl sind Martin, Lämmes und Marcel. Warum diese drei? Das erläutere ich euch gerne.

Martin ist einfach einmalig, so unverbraucht. 
Denn der smarte Martin hat leider noch nie die Liebe kennengelernt, das an sich ist wirklich schon sehr traurig. Dabei hat er doch eigentlich super Chancen bei dem Beruf. De Maddin ist nämlich Gemüsebauer, da sollten die Frauen doch Schlange stehen, oder nicht? Was läuft da bloß verkehrt? Ich würde mich von so etwas nicht abschrecken lassen. Ich persönlich liebe Gemüse und diese unglaublich, fast schon kindlich, schüchterne Art von Martin hat mich tief beeindruckt. Beim Scheunenfest zeigte er eine ganz andere Seite: Er schaute zwar ziemlich verschüchtert auf den Boden, als er zwischen seinen Grazien saß…. Aber den Prosecco haute er weg, wie eine Mädchenrunde beim Germany’s Next Topmodel (mag ich übrigens nicht so gern) schauen. Danach wurde er auch etwas offener und lächelte öfter mal in die Kamera, mein kleiner Hasenzahn. Ihr merkt schon, der kleine Schwabe hat es mir wirklich sehr angetan.

Aber die Konkurrenz schläft ja bekanntlich nicht bzw. mit jedem. Da hätten wir dann den Lämmes. Lämmes ist Schäfer, laut RTL sogar „der ehrliche Schäfer“… so isser der Lämmes. 
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Optisch fand ich ihn nicht so erotisch, aber er hat mal richtig Schwung in die Bude gebracht. Erst entschied der ehrliche Lämmes sich nämlich für die heiße Sekretärin Anne, doch dann das unvorstellbare: Beim anschließenden Festchen, flirtet Lämmes auf einmal ordentlich mit der Fleischwaren-Kauffrau Moni. Wenn das mal nicht Berechnung ist??? Moni soll bestimmt die Lämmer für Lämmes verscheuern - was für eine linke Tour! Mein Herz schlägt also weiterhin für den kleinen Schwaben Maddin, Schwerenöter wie Lämmes würden bei mir nicht auf den Hof kommen.

Zum Glück gibt’s aber noch einen Kandidaten der Extraklasse, nämlich den Marcel. Marcel ist einer der ersten, der irgendwie keinen Spitznamen abgekommen hat bzw. Spitzname ist falsch ausgedrückt – der Marcel hat kein Adjektiv vor dem Namen. Nix mit modischem Marcel. Bei ihm hieß es lediglich „Hesse Marcel“ oder „Naturbursche Marcel“, langweilig irgendwie.  Dafür hat Hesse Marcel mich anders beeindruckt: Der liebe Marcel hatte nämlich die Bilder seiner Auserwählten dabei, um sich Tag und Nacht am Anblick der Mädels zu erfreuen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Meine Damen, ihr seht also, es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Bis dahin versuch ich mein Glück einfach weiter und stelle mich wie der ältere Bauer Gerhard vor:
Hallo, freut mich sie kennenzulernen…meine Frage ist, wie stehen sie zu der Landwirtschaft?

Montag, 25. Oktober 2010

Muttersöhnchen oder lediger Großgrundbesitzer?


Gestern Abend das grandiose Finale von „Schwiegertochter gesucht“, heute Abend der nächste Knaller mit „Bauer sucht Frau“. Das Fernsehprogramm wäre doch wirklich um einiges weniger amüsant, würden diese beiden Sendungen nicht ausgestrahlt werden.

Da haben wir zum einen, die absolut heißen Junggesellen, welche seit mindestens 35 Jahren oben bei Mutti wohnen (Ich wette mein Prosecco trinkender Ex-Freund endet dort auch einmal), zum anderen die „Mutti und Vati haben nach Hofübernahme auf dem Nachbargrundstück gebaut“-Fraktion. Aber welcher Typ ist jetzt attraktiver? Das ist doch wirklich einen Blog-Eintrag wert.
Fangen wir einmal mit „Schwiegertochter gesucht“ an.

      Die Männer
Meist handelt es sich hierbei um wirklich ärmliche Exemplare des männlichen Geschlechts. Meine Favoriten in der letzten Staffel: Der Engelsliebhaber Heiko und Knuddelbär Edmund.
Besonders Heiko hat es mir angetan….. einfach toll wie er nachts zu Mutti ins Bett steigt und am nächsten Tag alle mit Energie auflädt. Da stellt sich doch die Frage, wie lange wurde Heiko gestillt und wenn, was trank seine Mutter während dieser Zeit? Das wunderbare ist aber, dass der liebe Heiko in der gefärbten Michaela seinen Liebesengel gefunden hat.
Da war es ja auch nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Himmelsgeschenk (O-Ton Heiko) unterwegs ist. Traumhaft, soviel Romantik in 45 Minuten,  mir kommen fast die Tränen. Und dann auch noch die Namenswahl von dem Engelsfreund Heiko und der gefärbten Michaela. Sie suchte die weiblichen Namen aus (entweder Emely-Chantal oder Zoe-Chantal), er war für die männlichen zuständig. Bei ihm stand zur Auswahl Haven (sollte wohl eigentlich Heaven heißen) oder Brachial, es sollte eben beides himmlisch sein (das war ihm sehr wichtig). Vorher waren die beiden Liebesengel sich einig, dass es auf jeden Fall normale Namen seien sollen, oh Perdón… es sollen normale Namen sein tun. Die glückliche Bald-Familie konnte sich dank Auspendeln dann für zwei Namen entscheiden, ich war so berührt. Und als vor dem Schlafen gehen, dann das Baby noch mit Energie aufgeladen wurde, konnte ich meine Tränen kaum zurückhalten.

      Die Frauen
Oh je, oh je…wo soll man da bloß anfangen?
Sind wir doch mal ehrlich: Die gefärbte Michaela, das Hula-Hoop Mädchen Dorota oder Pizzafahrerin Dörte, was bewegt sie dazu, sich so etwas anzutun??? Zahlt RTL dafür überdurchschnittlich gut? Sind sie wirklich so verzweifelt? Wünschen sie sich insgeheim eine „Frau“ als Partner? Es ist nicht so, dass es sich dabei um Heidi Klum-Kopien handelt, aber schon bei der Vorstellung der Jungs war doch klar, dass sie Mangelexemplare sind. Da würde doch normalerweise jede Frau einen mindestens zwei Kilometer großen Bogen drum machen. Nicht aber die esoterisch angehauchte Daniela. Sie war schon 2006 bei „Bauer sucht Frau“ am Start und scheiterte nun erneut bei Engelsfreund-Heiko. Das arme Mädchen, zweimal im TV abserviert und dann auch noch von solchen Verschnitten, selbst Uwe Wöllner ist fast sexier… aber auch nur fast.
 
      Die RTL Mitarbeiter
Ich möchte so gerne ein Praktikum in der Redaktion machen. Es wäre ein Traum, diesen höchst ironischen Menschen gegenüber zu stehen und mit ihnen zu arbeiten. Schon allein die Bezeichungen „gefärbte Michaela“, „Engelsfreund Heiko“, „Hula-Hoop Mädchen Dorota“… das ist wahre Poesie. Und nicht nur das, auch die Hintergrundmusik ist Weltklasse! Also falls jemand hier Beziehungen zu RTL hat, ich verzichte auch auf mein Gehalt.

So, genug der Träumereien, heute Abend geht es schließlich weiter – das große Scheunenfest steht an! Ich bin gespannt, welche Elite sich heute die Ehre gibt. Ich werde dann die Tage Stellung beziehen, welcher Bauer mein Herz erobert.  Getreu dem Motto : Liebe vergeht, Hektar besteht!

Sonntag, 24. Oktober 2010

Männer mit L im Vornamen - Lust oder Leichtsinn?


Was soll euch das eigentlich sagen? Und wofür steht das L? 
Fragen über Fragen…. Und die Antworten gibt’s hier, getreu dem Motto „wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!“

Um es möglich dramatisch darzustellen:
Alles fing an einem warmen Sommertag in Hamburg an, die Vögel zwitscherten. Wir, drei liebliche junge Damen, saßen an der Alster, tranken 1-3 Gläser Chardonnay und beobachteten die feschen Ruderer, die auf der Alster ihre Runden drehten. Das sollte ausreichen um eine gemütliche Sommeratmosphäre zu schaffen. Nun zum ernsteren Teil:

Männer mit L, wo soll man da bloß anfangen? Um erst einmal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, hier die Theorie:

1 L im Vornamen:            mittelmäßig – ganz schlecht
2 L im Nachnamen:         mittelmäßig – ganz schlecht
1 L im VN + 2 L im NN:   es könnte nicht schlimmer sein
1 L im Nachnamen:         erstaunlicherweise kein Problem

Wir stellten an dem Tag fest, dass irgendwie alle Männer, die nun wirklich gar nichts taugen mindestens ein L im Vornamen haben. 
Wie zum Beispiel der reizende A, der sich nach und nach als Muttersöhnchen entpuppte und am Sonntag gern mit Mutti und einem Glas Prosecco auf das Ende der Woche anstößt.
Oder B, welcher sich erst so männlich gab und sich spätestens nach 8 Wochen selber gerne als „Boy“ betitelt. Das, wie ich finde, hat schon fast etwas homosexuelles. 
Das amüsanteste Beispiel allerdings brachte immer noch eine gute Freundin aus dem Süden Deutschlands. Sie lernte kürzlich einen Mann mit L im Vornamen und zwei L im Nachnamen kennen, sie dateteten ein paar Mal und er schien eigentlich ganz sympathisch. Dabei war er immer sehr zurückhaltend und benahm sich wie ein wahrer Gentleman. 
Nun kommt aber das „uneigentlich“: Kaum zu Hause war, schrieb er fast schon dubiose SMS - wie sehr er es bereuen würde, dass er so schüchtern sei etc. etc. Damals dachten wir schon: „Wow, wieder mal wurde die Theorie bestätigt“. Da Frau nun aber nicht so ist, dass sie sofort die Hoffnung aufgibt, dass es sich hierbei vielleicht um ein ganz vernünftiges Exemplar handelt und zudem in irgendeiner super Frauenzeitschrift stand, dass man doch mal von seinem Muster abweichend daten soll, traf sie sich erneut mit ihm. Dabei quatschte er fast ununterbrochen davon, dass seine One-Night-Stand Phase ja vorbei wäre und er auf der Suche nach etwas Festem sei usw. Eigentlich eine tolle Einstellung, nur passten dann wieder die merkwürdigen SMS jedes Mal nach den Treffen nicht dazu. Schlussendlich kam dabei heraus, dass C leichte Probleme unterhalb der Gürtellinie hatte und sich fast täglich mit Frauen zum Kaffe traf um sein Ego aufzupolieren. Bei diesen Frauen handelte es sich natürlich bevorzugt um junge Dinger, die von den starken Armen des C aufgefangen werden wollen (meine Freundin natürlich ausgeschlossen). Das geht natürlich so lange gut, bis die Mädels endlich auch mal unterhalb der Gürtellinie aufgefangen werden möchten. Ooops!
Und die Moral von der Geschicht? Bellende Hunde beißen nicht!

Dies alles sind Beispiele, welche selbstverständlich auch bei Männern ohne L im Vornamen vorkommen. Aber wir haben über die Jahre hinweg festgestellt, dass Männer mit L einfach verstärkt dazu neigen Verlierer zu sein, sie sind hier quasi der Quotenkönig…. L wie Loser eben!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Was lange währt, wird endlich gut!

Lange war ich fort, doch Samstag könnt ihr an dieser Stelle ENDLICH die Top-Gründe gegen Männer mit L im Namen lesen!

Ihr dürft gespannt sein :-)

Sonntag, 10. Oktober 2010

Frauen und Kompromisslösungen

Nachdem ich mich letztes Mal mit dem Thema Mann beschäftigt habe, sollte ich fairerweise doch auch das weibliche Geschlecht typisieren. Ich werde es aber etwas allgemeiner halten, denn Männer kommen und gehen – Freundinnen bleiben für gewöhnlich mindestens ein paar Jahre länger.

Ich habe 2 sehr gute Freundinnen. 
Die eine wohnt zwei Kilometer entfernt und erträgt alles (und das ist wirklich nicht beneidenswert). Jedoch erhält sie dafür im Gegenzug unqualifizierte Bemerkungen über ihre neue Liebschaft mit L im Vornamen (hat sich mal wieder bewahrheitet) und natürlich opfere ich mich selbstlos für die anschließende „ich muss heute wirklich was total ungesundes Essen“-Session. Passt mir natürlich auch ganz gut. Wir verstehen uns einfach und schließen eine Stunde später noch den Pakt „aber ab morgen ziehen wir Sport und gesunde Ernährung voll durch“.

Die andere wohnt ein wenig weiter weg. Wir sehen uns vielleicht alle 2 Monate mal, telefonieren dafür aber pro Woche 1-5 Mal. 1 x wenn alles läuft und jeder irgendwie leicht verliebt durch die Gegend läuft (mein Singlesein schließt Verliebtheit ja nun nicht kategorisch aus). 5 x wenn gar nix läuft und jeder von uns in Selbstmitleid versinkt. Da ist es natürlich prima, wenn zwischen Mr. Big und dem anderen Mr. Big nicht vorhandene Parallelen gezogen werden können. Man legt es sich dann eben gern so hin, wie es passt.
Diese beiden Menschen sind mir mit das Liebste auf der Welt.

Nun zum Rest der weiblichen Grazie. Warum finde ich durchgehend vergebene Frauen Mitleidserregender als chronische Singles?

Böse Zungen mögen jetzt behaupten, weil ICH ständig Single bin. Nein, daran liegt es nun wirklich nicht. Ich glaube eher, dass diese Frauen mich so geprägt haben, dass ich gar nicht mehr an eine feste Beziehung vor 30 denke. Ich benutze bewusst das Wort „feste Beziehung“, denn das ich Single bin, heißt auch nicht, dass ich jede Woche einen neuen Mann flachlege (wie das unsere männlichen Kollegen gerne tun). 

Ich gebe mal ein ganz einfaches Beispiel. Nennen wir sie Katja und ihn Horst (Namen sind der Redaktion bekannt und wurden aus Datenschutzgründen geändert):
Katja ist 16 als sie Horst kennenlernt. Katja, jung, hübsch und eigentlich ganz clever, beginnt mit 17 eine Ausbildung bei der Bank - grundsolide also. Katja und Horst lernen sich auf dem Rummel kennen in ihrer Kleinstadt. Horst ist natürlich DER Held schlechthin. Fährt einen tiefer gelegten 3er Golf, hat coole Freunde und sein Papi hat eine Tischlerei. Soweit so gut. Katja und Horst in Love für die nächsten 3 Jahre. Dann hat Horst endlich auch sein Abi in der Tasche und möchte nun studieren. Katja hat ausgelernt und folgt Horst bei Fuß. Horst und Katja also zusammen in die nächste Kleinstadt. Sie wohnen zusammen, sie gehen zusammen los, sie sind unzertrennlich. K+H in Love 4 Ever (Dass das bei Sarah und Marc schon nicht funktioniert hat, wissen wir alle).
Das geht jetzt also mindestens 4-6 Jahre so weiter. Beide sind dann Anfang-Mitte 20 und haben sich weder ausgetobt, noch irgendwas anderes tolles alleine erlebt. Jetzt gibt es 3 mögliche Szenarien:

Möglichkeit  1: Horst und Katja heiraten. Lassen sich dann aber mit spätestens mit Ende 30 scheiden, weil einer den anderen betrogen hat.

Möglichkeit 2: Horst macht ein Auslandssemester und Katja bleibt zuhause. Dort ist Horst endlich mal alleine ohne das Katja ständig um ihn herumschwirrt. Ihm wird bewusst, dass er Katja nicht mehr liebt und trennt sich von ihr, nachdem er wieder zurück ist.

Möglichkeit 3: Katja geht ins Ausland und verlässt Horst.

Katja ist bei Möglichkeit 1 also die chronisch gelangweilte beste Freundin von der  betrunkenen  „I will survive“ Sängerin aus meinem 1. Post. Arme Katja!

Ich empfinde fast schon Mitleid. Denn sie wissen gar nicht was sie im Leben alles verpassen. Das merken sie dann mit Ende 30 und begeben sich in Ü-30 Bereiche in Discotheken, wo sie dann zu Wolfgang Petry mit dem junggebliebenem Mitte 50-Jährigen Uwe tanzen. Uwe wohnt im besten Fall zwar nicht mehr bei Mutti, hat aber sein Haus auf dem Nachbargrundstück gebaut. Uwe durfte also noch nicht einmal mehr bei ‚Schwiegertochter gesucht‘ mitmachen und wurde bei  ‚Bauer sucht Frau‘ wegen zu kleinem Viehbestand aussortiert.
Wenn Katja jetzt also nicht mehr die Kurve kriegt, darf sie ihr Leben lang mit Uwe Mittags bei Mutti zum Essen vorbeischauen.
Kriegt Katja die Kurve schaut’s auch nicht viel besser aus. Im besten Fall lernt Katja noch einen Mann kennen und die Dinge nehmen ihren Lauf. Im schlechtesten bleibt sie Single, weil sie von der Ehe mit Horst so enttäuscht ist, dass sie nur noch mit ihren 4 Katzen glücklich werden kann.

Nein danke, da bleibe ich lieber noch ein bissel Single und freue mich über neue herzliche Bekanntschaften, endlose Telefonate 1-5 x die Woche und wiederkehrende Schoko-Orgien wegen Männern mit L im Vornamen.

Die L-Theorie und warum tolle Männer nie Opel Corsa fahren, erläutere ich euch dann beim nächsten Mal.

Un besito,
Eure Lotta