Sonntag, 21. November 2010

All you need is love....sometimes


Die Tage werden kürzer und die Nächte dadurch logischerweise  länger, da kommt also auch bei mir mal ein wenig romantische Stimmung auf.

Ich wollte heute eigentlich etwas über das Kindersatz-Hunde-Syndrom mancher Frauen schreiben, allerdings hat mich eine Serie auf RTL (ausgerechnet RTL) dazu inspiriert, heute mal über etwas komplett anderes zu schreiben. 

Bei der Sendung handelte es sich um „Dating im Dunkeln“, was wirklich sehr amüsant war. Meine liebste Freundin und ich schauten es ursprünglich aus purer Langeweile, doch am Ende gab es eine sehr schöne Erkenntnis. 
Aber nun kurz zur Sendung: Ein paar Singles daten sich ein paar Mal in einer Blackbox, danach sollen sie sich für einen entscheiden und sehen diesen kurz darauf für 15 Sekunden. Bei unserem Lieblingspärchen handelte es sich um eine zuckersüße, tätowierte und gepiercte Krankenschwester und um einen sexy farbigen Sportstudenten. Sie war null sein Typ (obwohl er sie hübsch fand) und sie stand auf blonde Norweger. Letztendlich entschieden sie sich aber füreinander und er brachte es auf den Punkt. Sinngemäß ging es darum, dass man vielleicht auch mal etwas mehr auf das Innere seines Gegenübers achten soll und sich nicht immer nur von Äußerlichkeiten blenden lassen sollte.
Soll das nun heißen, dass ihr wirklich jedem Idioten eine zweite Chance geben sollt? 
Nein, ich schätze nicht. Aber vielleicht tut es uns mal gut, einfach ohne Vorurteile und ohne Einflüsse durch Mitmenschen, die Person mal von einer ganz anderen Seite zu betrachten. Vielleicht entpuppt sich dieser Gegenüber wirklich als toller Mensch mit dem man absolut auf einer Wellenlänge liegt. Vielleicht lacht man über die gleichen Dinge, vielleicht ist man sich ähnlicher als mit sonst jemandem und vielleicht handelt es sich bei demjenigen wirklich um den Seelenverwandten, wenn es so etwas überhaupt gibt. Vielleicht hatte der langweilige BWL-Student beim Date einfach einen schlechten Tag und vielleicht ist er sonst wirklich witzig. Vielleicht aber auch nicht, aber das muss jeder selbst herausfinden. 

Ich gebe zu, es klingt jetzt alles wirklich ein wenig kitschig, vor allem für meine Wenigkeit. Ich bereue es auch nicht, wie ich lebe und liebe, aber möglicherweise sollte auch ich anfangen weniger oberflächlich zu sein und mehr auf mein Herz zu hören. Denn schon in „Der kleine Prinz“ bringt es Antoine de Saint-Exupéry auf den Punkt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

1 Kommentar:

  1. Mensch Carl! Du wirst ja richtig romantisch! Was ist am Wochenende mit dir passiert? :D

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